Dekoration nach Jahreszeit.
Natürlich, einige Leute schmücken Ihre Wohnung auch im Hochsommer noch mit dem Weihnachtsbaum und bezeichnen das sogar als künstlerisches Statement. Meist ist es jedoch ausschließlich ein Zeichen von Faulheit bzw. einer grundsätzlichen Gleichgültigkeit des Dekorationsthemas im Allgemeinen. Zeitgenossen zweiter Aspektik sei an dieser Steller das Verlassen dieser Seite empfohlen. Die weiteren Zeilen sind für Interessierte.
In erster Linie ist Dekoration nach wie vor die Verfolgung traditioneller Schmuckvariationen, die sich im weitersten an den meteorlogischen und kirchlichen Kalender orientiert. Auch wenn z.b ein Großteil der typischen Osterdekoration nichts mehr mit christlichen Themen zu tun hat, sondern wie z.B das Osterei vielmehr als Symbol eines älteren, heidnischen Wiedergeburtsglaubens zu verstehen ist. Ebenso hat das mittlerweile auch in Europa sehr beliebte Halloween einen prächristlichen Hintergrund. Auch hier fällt ein direkter Zusammenhang mit sehr spezifischen Dekorationen sofort auf. Die Liste läßt sich mit Weihnachten, Neujahr, Pfingsten usw. fast schon beliebig fortsetzen.
Moderen Dekoration ist oftmal sehr funktional und nicht selten mit Einrichtung gleichzusetzen. Ein besonderer Augenmerk in Zeiten knappen Wohnraums liegt in der potentiellen Funktionalität, sowie in der (fast schon unbedingten) modischen Einortbarkeit. Reine Individualitäten sind im Zuge medialer Dauerberieselung selten und werden teileweise sogar schon als Kunst verklärt (wie mir ein Bekannter, der Tiffany Glaskunst gestaltet stolz berichtete). Ein derartige Übererhöhung spricht dem Themenfeld mehr Bedeutung als notwendig zu und überhöht die Ergebnisse.
Zeitlose Dekoration sollte sich ausschließlich nach den Bedürfnisse derer richten, die sie danach auch den ganzen Tag betrachten müssen. Hier sollte keinstenfalls ein Sozialdruck entstehen, wie z.B die Zwangsteilnahme an nachbarschaftlichen Gleichschaltungstendenzen. Wobei die Orientierung an Techniken, die bereits unsere Großeltern begeisterten natürlich nichts im Wege stehen soll.
