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Der Plasma-Fernseher

Eine neue Technik in der Multimedia-Welt ist der Plasma-Bildschirm. Die Funktionsweise eines solchen Fernsehers ist nicht leicht zu beschreiben. Plasma kommt aus dem griechischen Wortschatz und steht für das deutsche Wort “Gebilde”. Hierbei handelt es sich um ionisiertes Gas, welches nicht nur neutrale Teilchen sonder auch freie Ionen, angeregte Atome und Elektronen enthält. Durch spontane Emissionen angeregter Atome senden die Plasmen Ultraviolettstrahlung und Licht aus, welches für die Augen sichtbar ist.

Der Plasma-Bildschirm ist folgendermaßen aufgebaut:

Kleine Kammern sind zwischen zwei Glasplatten zu finden. Immer drei Kammern ergeben jeweils ein Pixel (Bildpunkt). Hierbei leuchtet jede der drei Kammern in einer der Grundfarben rot, grün und blau. Die zu sehenden Farben sollen durch Mischung der drei Grundfarben erzeugt werden. Dies nennt man additive Farbmischung. Jede der Kammern ist mit einem Gemisch von Edelgasen bestehend aus Neon und Xenon gefüllt. Der Druck ist wesentlich geringer als der normale Luftdruck. So entsteht beinahe ein Vakuum. Dieses Gemisch kann durch Zugabe von Helium verändert werden. Zum Erzeugen von Bildern wird jede Kammer mit einem zugehörigen Transistor gezündet. Das Gas wird hier für kurze Zeit ionisiert, wodurch es zu Plasma wird. Die Grundfarben werden durch verschiedene Leuchtstoffe erzeugt, sobald die Ultraviolettstrahlung auf sie trifft. Dieses ist selbst nicht sichtbar. Die VUV-Strahlung wird durch Leuchtstoffe in sichtbares Licht umgewandelt. Durch Variation der Dauer einer Zündung variiert auch die Helligkeit. Je länger eine Kammer gezündet ist, desto heller leuchtet so.

Der erste Plasma-Bildschirm wurde im Jahre 1964 entwickelt. Er wies den Vorteil auf, dass er direkt digital angesteuert werden konnte. Außerdem waren sie sehr platzsparend im Vergleich zu einem großen Röhrenbildschirm. Ab den 70er Jahren hatten die Röhrenbildschirme dank der verringerten Produktionskosten ihren Durchbruch. Erst mit der Entwicklung des Laptops in den 80er Jahren griff man wieder auf die Plasma-Technik zurück. Somit wurden kompakte Formen bei angemessen großen Bilddiagonalen ermöglicht.

Der erste Plasma-Fernseher wurde 1997 von der Firma Pioneer auf den Markt gebracht. Den kommerziellen Durchbruch hatte diese Technik durch die Olympischen Winterspiele 1998 in Nagano.