Das Trockene Auge
Das Krankheitsbild des Trockenen Auges ist eines der häufigsten Augenleiden. Wie der Name bereits vermuten lässt, wird das Auge nicht optimal befeuchtet. Betroffene haben häufig das Gefühl, einen Fremdkörper im Auge zu haben. Außerdem brennen die Augen und sind oft gerötet. Auch wenn es paradox erscheint, gehören auch tränende Augen zu den Symptomen des Trockenen Auges.
Trockene
Augen entstehen dann, wenn zu wenig Tränenflüssigkeit produziert wird oder wenn die Zusammensetzung des Tränenfilms gestört ist. Der Tränenfilm besteht aus drei Schichten: Schleimhaltige Komponente, Wässrige Komponente und fetthaltige Komponente. Außerdem sind Eiweißstoffe, Enzyme und Antikörper enthalten, wodurch die Hornhaut genährt wird und Viren und Bakterien vom Eindringen abgehalten werden.
Trockene Augen gehören auch zum Krankheitsbild einiger Allgemeinerkrankungen, wie Diabetes oder rheumatische Erkrankungen (z.B. Sjögren-Syndrom). Auch hormonelle Veränderungen, beispielsweise in den Wechseljahren oder durch Einnahme der Antibabypille, können zu den Beschwerden führen. Im Alter nimmt die Produktion der Tränenflüssigkeit außerdem automatisch ab.
Häufig jedoch ist die Ursache für die Augenschmerzen in der Umwelt zu suchen. Trockene Heizungsluft führt häufig zu der Symptomatik des Trockenen Auges. Daher klagen viele Menschen insbesondere im Winter, wenn die Luftfeuchtigkeit besonders niedrig ist, über trockene Augen. Weitere Faktoren, die ein Trockenes Auge begünstigen, sind Zugluft und Rauch. Durch das Anbringen von Luftbefeuchtern kann in dem Fall Abhilfe geschaffen werden.
Auch die stundenlange Arbeit vorm Computermonitor macht den Augen zu schaffen. Durch das unablässige Betrachten des Bildschirms kommt es seltener zum Lidschlag, wodurch das Auge schlechter befeuchtet wird. Hier empfiehlt es sich, dem Auge regelmäßig für einige Minuten eine Pause zu gönnen. Außerdem sollte man öfter bewusst blinzeln.
