Kosmetik – zurück zur Natur
DerUrsprung aller Dinge liegt in der Natur – und das gilt auch für die Kosmetik.
Die ersten Kosmetik, die wir anhand von prähistorischen Funden in Alicante und Lascaux rekonstruieren können, basierten auf pflanzlichen und tierischen Grundstoffen. So wurde zur Fertigung von roter Farbe z.B. für Gesichtsbemalungen, rote Tonerde verwendet, während man andere Farben aus der Verarbeitung von Pflanzen- und Blütenteilen gewann.
Mit der Entwicklung der Industrie und der Fähigkeit, künstlich neue Materialien und Substanzen zu erschaffen, war der Mensch schon bald in der Lage, Farben und somit auch Faltenbehandlung, künstlich und ohne bzw. nur mit geringer Zuhilfenahme von natürlichen Grundelementen zu erstellen. Natürlich mussten diese Produkte zunächst geprüft und auf gesundheitsschädliche Wirkungen getestet werden. Genau wie bei Arzneimitteln griff man hier verstärkt auf Tierversuche zurück.
Mit dem wachsenden Verantwortungsbewusstsein der Verbraucher gegenüber der Umwelt und der Natur gerieten Tierversuche immer mehr in die Kritik. Die Verbraucher wollten keine Produkte, für die Tiere geblendet, verstümmelt oder getötet worden waren. Engagierte Tierschützer wie z.B. Bridget Bardot, forderten zu einem Boykott von Pelzmänteln und der an Tieren getesteten Produkte auf; es wurde in Versuchslabors eingebrochen, Tiere wurden befreit, Untersuchungseinheiten zerstört.
Durch den ansteigenden Druck aus der Öffentlichkeit sahen sich auch die Hersteller kosmetischer Produkte gezwungen, wieder soweit als möglich auf die altbewährten pflanzlichen Produkte zurückzugreifen und Tierversuche auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Es wurde wieder mehr natürlicher Inhaltsstoffe verwendet, sowohl bei den Grundstoffen als auch bei den Emulgatoren (Konservierungsstoffen). Heute gilt es für Produktionsfirmen als Gütesiegel und zugkräftiges Verkaufsargument, wenn sie von ihren Produkten sagen können, dass sie nicht anhand von Tierversuchen getestet worden sind.
Der Verbrauchertrend geht immer mehr in Richtung „bio”, „öko” und „naturbelassen”, angefangen bei der Ernährung, über Kosmetika bis hin zum Kraftstoff.
Nicola Lavacca
nesta123@gmx.net
