Maßnahmen gegen die chronische Verstopfung
Von einer chronischen Verstopfung kann gesprochen werden, wenn sich über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten hinweg die Darmbewegung dermaßen verlangsamt, dass ein Toilettengang nur noch ungefähr jeden vierten Tag möglich ist. Eine solche Obstipation ist meist begleitet von einem ständigen Unwohlsein, dem Gefühl der unvollständigen Entleerung auch nach dem Toilettengang und einer verstärkten Appetitlosigkeit. Ursachen für die Verstopfung können in einer ballastarmen Ernährung, Bewegungsarmut aber auch in seelischen Faktoren gefunden werden. Die chronische Obstipation sollte in jedem Falle behandelt werden. Folgeerscheinungen wie die Bildung von Hämorrhoiden und Analfissuren könnten anderenfalls eine Folge sein. Maßnahmen gegen die chronische Verstopfung können in der Umstellung der Ernährungsweise gefunden werden und auch ein Überdenken der persönlichen Stress-Situation mag bei diesem Krankheitsbild bestimmt kein Fehler sein. Ein Bestandteil der Therapie gegen die Verstopfung kann auch die Darmreinigung sein. Nicht mehr notwendigerweise mit großen Schmerzen verbunden steht der Begriff Klistier heute für das Verabreichen einer Reinigungsflüssigkeit über den After in den Darm. Hierbei können medizinische Einmalklistiere mit einem Füllvermögen von bis zu 200 ml ihren Einsatz finden gleichermaßen wie auch die Klistierspritze oder der Irrigator für größere Füllmengen. Zur Selbstanwendung finden auch handbetriebene Klistierpumpen häufig eine Anwendung. Bei adäquater medizinischer Versorgung muss die Verstopfung heute keine Krankheit mehr sein, die einen Patienten ein Leben lang begleitet.
