Gesundheit und Wellness

Naturkosmetik

Mit dem steigenden Angebot an Bioprodukten findet man in den entsprechenden Läden auch immer mehr Naturkosmetik. Mittlerweile sind die natürlichen Beautyprodukte sogar auch in der Kosmetikabteilung vieler Drogerien und Supermärkten vertreten. Das besondere an Naturkosmetik ist, dass in der Regel nur pflanzliche Inhaltsstoffe verwendet werden, häufig auch aus ökologischem Anbau. Auf künstliche Farb- und Konservierungsstoffe wird verzichtet, verwendet werden nur pflanzliche oder mineralische Pigmente. Auch synthetisch hergestellte Duftstoffe zählen nicht zu den Bestandtteilen von Naturkosmetik, stattdessen setzt man auf natürliche ätherische Öle. Mittlerweile findet man alle Arten von Kosmetika, die auch in den konventionellen Sortimenten enthalten sind, in den Öko-Produktlinien, vom Bade- und Duschzubehör über Pflegecremes und Lotionen bis hin zu Schminke. In der Regel verzichten die Hersteller von Naturkosmetik zudem auf Tierversuche. Der Vorteil solcher Produkte liegt vor allem im Verzicht auf synthetische Konservierungsstoffe, zumeist werden hier bei konventionellen Kosmetika Parabene verwendet, die bei vielen Menschen Hautreizungen und sogar Allergien auslösen. Makeup-Produkte aus Ökolinien sind hingegen eher ungünstig für Menschen, die zu Allergien neigen, denn viele pflanzliche Farbstoffe lösen diese aus. Auch das krebserregendende Formaldehyd, das trotz Verbot immer wieder in konventionellen Kosmetika auftaucht, kommt in Naturprodukten nicht vor.
Ein Risiko bei Naturkosmetik besteht in Mogelpackungen, nicht überall, wo „Natur“ draufsteht, ist auch Natur drin. Viele so genannte Naturprodukte enthalten dennoch synthetische Zusatzstoffe, oder die verwendeten pflanzlichen Inhaltsstoffe sind schadstoffverseucht.
Auch in der Medizin schwören viele Menschen auf natürliche Behandlungsmethoden. Traditionelle Heilpflanzen erleben derzeit allerorts ein Revival. Sie finden äußere und innere Anwendungsgebiete, zum Beispiel wirken sie gegen Erkältung, Magen-Darmprobleme oder Haarausfall. Nicht zu verwechseln sind pflanzliche Arzneiprodukte, die auch in der Schulmedizin verschrieben werden, mit den Arzneimitteln der Homöopathie. Letztere ist ein eigenständiges alternatives Medizinkonzept, und wer sie praktiziert braucht nicht notwendigerweise eine klassische medizinische Ausbildung. Viele Heilpraktiker, die sie anwenden, sind keine Mediziner.