Gesundheit und Wellness

Natürliche Potenzmittel

Natürliche Mittel zur Aufrechterhaltung und Steigerung der männlichen Potenz sind so alt wie die Menschheit selbst. Spargel, Austern sowie bestimmte Fruchtsorten, die berühmte „spanische Fliege“, oder ausgewählte Innereien von Tieren gelten seit Jahrhunderten als sexuell anregende und die Potenz steigernde Nahrungsmittel. Vieles an den Mythen, die sich um diese altbekannten Potenzstärker ranken, sind nicht haltbar und entsprangen wohl eher dem Wunschdenken betroffener Männer. Wie man heute weiß, gibt es aber auch wirksame natürliche Substanzen, deren Potenz steigernde Wirkung wissenschaftlich nachgewiesen und belegt werden konnte. Einige Beispiele aus dem unerschöpflichen Medizinschrank der Natur sind:

Butea superba

Butea superba ist eine Pflanze aus der Familie der Schmetterlingsblütler und wächst in einem relativ kleinen Gebiet im Regenwald Thailands. Die Pflanze hat elliptische Blätter und bildet rötlich farbige Blüten aus. In Asien werden seit Urzeiten aber vor allem die Wurzeln der Butea superba als Basis vieler natürlicher Arzneien geschätzt. Neben Mediicarpin und vier wichtigen Isoflavonen zählt auch das androgene Phytohormon Testosteron zu den nachgewiesenen Inhaltsstoffen. Diese ganz spezielle Inhaltsstoff-Kombination macht die Butea superba zu einem sehr wirksamen Naturheilmittel zur Behandlung von Männerkrankheiten. In vielen Ländern Asiens werden Pulver und Sudmischungen auf der Basis von Butea-Wurzel-Extrakten als natürliches Mittel gegen die Alterserscheinungen bei Männern eingesetzt. Es wird bei faltiger Haut, Haarausfall, Muskelschwäche, Herzproblemen, Prostatabeschwerden und Gedächtnisschwäche angewendet. Am meisten werden aber die nachgewiesenen potenzfördernden Wirkungen geschätzt. Butea superba ist ein wichtiger weil sehr aktiver Bestandteil zahlreicher natürlicher Potenzmittel, weil es stark erektionsfördernd wirkt.

Ginseng

Ginseng ist der allgemein verwendete Name für die Wurzel einer Pflanze, die Panax genannt wird. Der wissenschaftliche Name lautet daher Panax ginseng. Das Araliengewächs kommt hauptsächlich in den gebirgigen Waldregionen des nordöstlichen China, in Korea und im Norden Sibiriens vor. In der Pharmakologie werden zwei Arten von Ginseng verwendet, der weiße und der rote Ginseng. Die farblichen Unterschiede haben aber keinen Einfluss auf die Inhaltsstoffe oder die Wirkung. Ginseng-Präparate sind seit Jahrhunderten im Handel. Sie werden vor allem als Kräftigungs- und Stärkungsmittel verwendet. Bei nachlassender Konzentration, Leistungsschwäche vermehrter Müdigkeit oder allgemeinen Schwächegefühlen beweist Ginseng seine große Wirkung. Da Ginsengpräparate auch einen starken Einfluss auf Blutgerinnung und Blutdruck haben, werden sie zunehmen auch als Inhaltsstoffe von Potenzmitteln eingesetzt.

Maca

Maca ist ein Knollengewächs, das nur in einer Höhe um 4000 Metern wächst. In den peruanischen Kordilleren und auf den Hochebenen der Anden wird Maca von den dort lebenden Indios angebaut und als Nahrungsmittel wie bei uns die Kartoffel verwendet. Die pharmakologischen Wirkungen wurden erst vor etwa drei Jahrzehnten wissenschaftlich entdeckt. Seit den 1980er Jahren erforschen vor allem peruanische Pharmakologen die Pflanze und ihre Wirkstoffe wissenschaftlich sehr intensiv. So konnte entdeckt werden, dass nach einer kontinuierlichen Einnahme von Maca eine Wirkung durch Überproduktion von spezifischen Hormonen eintritt, die auch Jugendhormone genannt werden. Dies ruft einen Energieschub hervor, der sich positiv auf Stress, Depressionen und die Leistungsfähigkeit auswirkt. Dies macht sich auch positiv auf die Potenz bemerkbar. So konnte inzwischen durch Studienreihen an Männern nachgewiesen werden, dass sich die Qualität der Samenflüssigkeit nach einer Einnahme von Maca deutlich erhöht. Das Volumen, die Anzahl und die Bewegungsenergie der Spermien verbessern sich. Maca wird deshalb inzwischen als natürliche Hilfe bei Potenzschwäche und bisher unerfülltem Kinderwunsch von vielen südamerikanischen Therapeuten empfohlen.

Muira puama

Muira puama wird ein Baum genannt, der im brasilianischen Regenwald beheimatet ist. Aus der Rinde, den Blättern und Wurzeln des Baumes gewinnen die dort lebenden Indios bereits seit Menschengedenken verschiedene Extrakte, die sie bei den unterschiedlichsten Krankheitsbildern als Phytopharmaka einsetzen. Ob Rhema, Herzprobleme, Magen-Darm-Beschwerden oder Störungen des zentralen Nervensystems, Sude oder Auflagen mit Muira puama zählen zu den altbewährten Naturheilmitteln. Dies gilt auch für Menstruationspßrobleme der Indiofrauen oder Potenzstörungen ihrer Männer. Als die europäischen eroberer nach Südamerika kamen, lernten sie rasch die aphrodisierenden und potenzstärkenden Wirkungen der Pflanzenextrakte kennen und schätzen. So kam Muira puama bereits vor rund 500 Jahren als Aphrodisiakum und Potenzstärker nach Europa. Während man früher noch den Penis mit dem Extrakt einrieb, um so rasch zu einer Errektion zu kommen, ist Muira-puama-Extrakt heute ein wichtiger Bestandteil wirksamer natürlicher Potenzmittel.

Yohimbe

Yohimbe ist die allgemein verwendete Bezeichnung für die Rinde des Baumes Pausynistalia yohimbe, der in Westafrika beheimatet ist. Die dort lebenden Massai und andere Stämme nutzen Yohimbe seit Urzeiten als Aphrodisiakum und Potenzmittel. Mit der Kolonialisierung des afrikanischen Kontinents fand das starke Aphrodisiakum auch den Weg nach Europa. Der wichtigste Inhaltsstoff ist das Yohimbin, dessen komplette Wirkungsweise bis heute noch nicht völlig geklärt ist. In Tierversuchen hat man aber herausgefunden, dass Yohimbin ein starker Antagonist ist und an den so genannten a2-Adrenozeptoren auf den Blutgefäßen wirkt. Sie werden blockiert, was zu einer Erweiterung der Gefäße führt. Die aphrodisiernde Wirkung auf Frauen wird vor allem mit der Interaktivität erklärt, die Yohimbin mit zahlreichen Serotonin-Rezeptoren verbindet. Außerdem blockiert es auch bestimmte a2-Adrenozeptoren im zentralen Nervensystem und fördert die Produktion von Noradrenalin. Dies steigert die sexuelle Bereitschaft, erweitert die Arterien im Genitalbereich und verbessert die Durchblutung. Für hochwirksame Aphrodisiaka auf natürlicher Basis ist Yohimbe ein wichtiger Inhaltsstoff.Damit natürliche Potenzmittel auch die gewünschte Wirkung zeigen, werden sie heute meist nicht einzeln, sondern in sinnvollen Mixturen miteinander kombiniert. Da aber nicht jeder Mann die gleiche Potenzproblematik hat und jeder Mensch anders auf Naturheilmittel reagiert, kann es ein einzelnes, für jeden wirksames Potenzmittel nicht geben. Manchmal muss man einfach mehrere Varianten ausprobieren. In schwierigen und lang anhaltenden Fällen lässt sich der Besuch bei einem Fachtherapeuten nicht umgehen. Grundsätzlich sollten die auslösenden Faktoren für das Entstehen von Potenzproblemen zuerst erkannt und nach Möglichkeit beseitigt werden. Dann kann das richtige Potenzmittel die Manneskraft auch voll entfalten.