Psychosomatische Erkrankungen
Viele körperlichen Beschwerden haben als Ursache psychische Belastungen. Immer häufiger werden Erkrankungen auch als psychosomatisch erkannt, was die Therapiemöglichkeiten erheblich verbessert. Als klassische psychosomatische Beschwerden gelten verschiedene Arten von Kopfschmerzen, sowie Magen-, Kreislauf- und Potenzprobleme. Auch Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Akne können durch psychische Probleme ausgelöst oder verstärkt werden. Die Behandlung solcher Beschwerden verlangt einen ganzheitlichen Ansatz, der gleichermaßen Körper und Psyche entlastet. Die Diagnose einer psychosomatischen Krankheit kann für den Patienten somit eine große Chance, aber auch Erschwerung der Behandlung darstellen. Auf der einen Seite sind viele Menschen dankbar, wenn der Arzt endliche eine plausible Ursache für ihre Beschwerden nennen kann. Viele Patienten schlucken jahrelang starke Schmerzmittel gegen ihre Migräne, ohne jeden Erfolg, und außer mit ihren starken Kopfschmerzen haben sie auch noch mit den Nebenwirkungen der Medikamente zu kämpfen. Wird nun endlich eine psychische Ursache identifiziert, die Schmerzen begünstigt, können durch eine Psychotherapie große erfolge erzielt werden. Vielversprechend sind auch Kuraufenthalte, die die klassischen Anwendungen mit psychologischer Beratung kombinieren. Auch alternative Medizin kommt bei solchen Behandlungskonzepten häufig zum Einsatz. Vor allem die Methoden der traditionellen Chinesischen Medizin haben sich auf diesem Gebiet bewährt.
Auf der anderen Seite reagieren manche Menschen immer noch sehr empfindlich auf die Diagnose „psychosomatisch“, denn sie setzen dies gleich mit „psychisch krank“.Sie haben Angst, als Verrückte eingestuft zu werden und verschließen sich gegen den ganzheitlichen Behandlungsansatz. Dieser Stress kann die Beschwerden sogar noch verstärken, daher ist es wichtig, dass Arzt und Umfeld behutsam versuchen, die Vorurteile des Patienten auszuräumen. Gelingt dies nicht, ist die Genesung nur schwer möglich.
