Golfsport und History
Die Geschichte des Golf Sport
Die Geschichte des Golfsport: Das Golfen, wie wir es heute kennen, haben vermutlich die Schotten erfunden. Zwar gibt es auch die Vermutungen, das Golfen wäre in Holland, Frankreich oder Brüssel entstanden, jedoch die Meisten sind davon überzeugt, es waren die Schotten, die bereits im 15ten Jahrhundert Golf in einer ähnlichen Form wie heute spielten, während es in allen nicht britischen Ländern erst ab dem 19ten Jahrhundert überliefert wird. Anfangs war das Golfen in Schottland durch die herrschenden Könige und Königinnen verboten worden mit der Begründung, das Golfen lenke zu sehr von dem Üben mit Pfeil und Bogen ab, bis sich Ende des 15ten Jahrhunderts herausstellte, dass James IV selbst golfte. Von nun war das Golf spielen für Jedermann erlaubt und es verbreitete sich rasch. Das erste internationale Match fand 1682 in Leith statt, in dem ein schottisches Duo gegen ein englisches gewann. Der erste Golfclub wurde dann 1735 gegründet und nannte sich „Royal Burgess Golf Society“. Das Zählspiel, wie wir es kenne, wurde erstmals 1759 erwähnt, davor gab es nur das Lochspiel. Der erste deutsche Golfclub wurde 1892 in Darmstadt gegründet, nachdem englische Urlauber bereits seit einigen Jahren in Deutschland Golf spielten. Die Zählweise nach Stableford wurde 1898 erfunden und 1899 wurde das Holztee patentiert. Bei den Olympischen Spielen 1900 war Golf das erste Mal dabei und der „Deutsche Golf Verband“ wurde 1907 ins Leben gerufen und 1971 wurden die einzigen 2 Golfschläge auf dem Mond vom Astronauten Alan Shepard ausgeführt.
Die Golfregeln: 1744 wurden die Golfregeln das erste Mal schriftlich festgelegt. Die aktuelle Fassung der Golfregeln ist eine Gemeinschaftsarbeit von R&A und USGA und ist bis Ende 2007 gültig. Eine Besonderheit im Golfsport ist der Golfplatz, der sehr groß und weitgehend naturbelassen ist, so dass die Golfregeln eine Vielzahl von denkbaren Situationen abdecken müssen. Daher ist das Golfregelwerk wesentlich umfangreicher als das bei anderen Sportarten der Fall ist und selbst sehr erfahrene Spieler nicht immer sicher sind, welche Regeln in einem bestimmten Fall anzuwenden sind.
Ein Golfball hat einen Durchmesser von mindestens 42,67 mm und ein Gewicht von höchstens 45,93 g. Das Ziel eins Golfspiels ist es, diesen Golfball mit so wenig Schlägen wie möglich vom Abschlag bis in ein kreisrundes Loch mit 10,8 cm Durchmesser, das in der Regel mehrere hundert Meter vom Abschlag entfernt liegt, zu schlagen. Ein Golfplatz umfasst 9 oder meistens 18 dieser Spielbahnen (auch „Loch“ genannt), die in der Summe über 7000 Meter lang sein können. Die Summe der benötigten Golfschläger wird „Score“ genannt und auf der so genannten „Scorekarte“ (Ergebniszettel für ein Golfspiel) eingetragen.
Für jedes Loch ist ein „Par“ definiert. Das ist eine Vorgabe, die ein guter Golfer braucht, um den Golfball vom Abschlag ins Loch zu spielen. Diese Anzahl wird nach der Länge eines Lochs berechnet, nicht nach seiner Schwierigkeit, die durch Sandbunker, Hügel, Wasser oder Kurven sehr variieren kann. Für jede Anzahl von Golfschlägen gibt es eine eigene Bezeichnung. So nennt man, wenn man vom Abschlag direkt mit einem einzigen Golfschlag ins Loch trifft Hole-in-One oder Ass. Werden 3 Schläge unter Par gespielt nennt man das Albatros, bei 2 Schlägen unter Par Eagle, bei 1 Schlag unter Par Birdie und wird genau Par gespielt sagt man dazu Par oder Even. Spielt man 1 über Par wird das als Bogey bezeichnet, bei 2 über Par als double Bogey und bei 3 über Par tripple Bogey.
Beim Golfen gibt es 2 grundsätzliche Spielformen: auf der einen Seite das Zählspiel und auf der anderen Seite das Lochspiel und von beiden Spielformen existieren auch diverse Abwandlungen. Beim Zählspiel golft man gegen alle anderen Teilnehmer eines Golf turniers und es kommt auf den erzielten Golf score an. Beim Lochspiel spielt man gegen einen bestimmten Golf gegner und versucht jedes Loch mit einem niedrigeren Golfscore zu beenden.
Bei beiden Spielformen des Golfen gibt es wieder 2 verschieden Zählweisen. Einmal die Bruttowertung und einmal die Nettowertung. Bei der Bruttowertung wird der tatsächlich gespielte Golfscore gezählt, bei der Nettowertung wird der gespielte Golf score dem Golfhandicap jedes einzelnen Golfers individuell angepasst, so dass der Golfer ermittelt werden kann, der im Vergleich zu seiner persönlichen Golfspielstärke am erfolgreichsten war.
Spielgerät: Zum Golf spielen benötigt man Golfschläger und Golfbälle. Man kann ein Golfspiel, vor allem als Anfänger, problemlos mit 3 Golfschlägern bestreiten, erlaubt sind jedoch nach den aktuell geltenden Golfregeln bis zu 14 Golfschlägern auf dem Golfplatz pro Golfspieler. Die einzelnen Golfschläger unterscheiden sich durch Ihre Länge, die Bauform, das Material und den Loft (die Schräge des Schlägerkopfs). Die Flugbahn Golfbälle wird durch die Schaftlänge der Golfschläger und den Loft gesteuert. Das heißt, je länger der Golfschläger ist, desto weiter und schneller fliegt ein Golfball und je mehr Loft ein Golfschläger hat, desto höher und kürzer verläuft die Flugkurve eines Golfballs.
Für den Abschlag und alle weiteren Golfschläge ab einer Länge von mindestens 140 Meter werden die so genanten Hölzer verwendet, die trotz ihres Namens heute nicht mehr aus Holz bestehen. Für die Golfschläge von einer Länge zwischen 70 und 180 Meter werden die Eisenschläger eingesetzt, die genauere Golfschläge erlauben als die Hölzer. Für kurze Schläge werden Wedges gespielt und zum Einlochen des Golfballs verwendet ein Golfer den Putter.
Der Golfball wird in seiner Größe und Beschaffenheit durch die Golfregeln bestimmt. Wie bereits oben beschrieben liegt der Durchmesser eines Golfballs bei mindestens 42,67 mm und das Gewicht darf maximal 45,93 g betragen. Die Oberfläche eines Golfballs ist mit einem Muster versehen, das aus einigen hundert Dellen besteht, die Dimples genannt werden. Durch diese Dimples isind Golfbälle dazu in der Lage, drei mal weiter zu fliegen, als es einglatter Ball tun würde. Ein Golfball besteht aus einer harten Kunststoffschale und einen Kern aus Hartgummi oder mit Mehrschichtkernen wie zum Beispiel aus (Flüssig-) Metall.
Golfplätze: Golfplätze werden von speziellen Golfarchitekten geplant und sind in Ihrer Erschaffung sehr aufwendig. Meistens werden die Golfplätze von Golfclubs geführt. Die Pflege eines Golfplatzes ist sehr aufwendig und erfordert mehrere speziell geschulte Greenkeeper, die sich um den Golfplatz kümmern und eine Reihe von Spezialmaschinen. Die Grundelemente eines Golfplatzes bestehen aus dem Abschlag, wobei zwischen einem Herren- und einem Damenabschlag unterschieden wird, dem Fairway und dem Green. Am Abschlag wir der Golfball abgeschlagen. Er darf beliebig zwischen zwei markierten Punkten platziert werden, die imaginäre Linie zwischen diesen beiden Punkten jedoch nicht überschreiten. Der Damenabschlag befindet sich einige Meter hinter dem Herrenabschlag und ist mit andersfarbigen Punkten markiert. Sollte ein Herr mit seinem Abschlag nicht über den Damenabschlag hinaus kommen, so schlägt er eine „Lady“ und ist nach beendeter Golfrunde seinen Mitgolfern eine Getränkerunde im Golfclub schuldig. Zwischen Abschlag und Green befindet sich das Ferway, auf dem der Golfball mit so wenigen Schlägen wie möglich bis zum Green gegolft wird. Das Green ist eine größere Fläche um das Loch herum, auf der das Gras extrem kurz gehalten wird, um ein exaktes putten zu ermöglichen, da auf dem Green der Ball nicht mehr durch die Luft fliegt, sondern nur noch rollend fort bewegt wird.
Zugang zum Golf: Um auf einem Golfplatz spielen zu dürfen benötigt man die Golfplatzreife. Diese kann man durch Kurse und anschließende Prüfung in Theorie und Praxis erlangen. Hat man die Golfplatzreife bestanden, beginnt man mit einem Handicap von 54 und kann sich durch erfolgreiches Golfturnier spielen herunterspielen, das heißt, sein Golf handicap verbessern. Hat man einmal die Platzreife erlangt, kann man in seinem Heimatgolfclub meist nach vereinbarten Abschlagszeiten kostenfrei spielen, auf fremden Plätzen muss man ein Greenfee lösen, um auf diesen spielen zu können.




